Memento moriendum esse

Vanitas ist lateinisch und bedeutet „Eitelkeit“ und ist gleichbedeutend mit „vergänglich“ oder „wertlos“.
Vanitas-Motive dienten früher dazu, etwaigen Freigeistern bildlich die passende Gesinnung einzubläuen in dem sie an die Vergänglichkeit (des Lebens) erinnerten und dazu mahnten, dass es nutzlos sei im Leben nach Ruhm, Macht und schnöden Tand zu streben da spätestens auf der Totenbarre eh alles für die Katz ist.
Also immer fromm statt fröhlich leben…..bah wie langweilig….

Über Vanitas muss man nachdenken, man kann sogar darüber nachdenken weil es nicht besonders schwer ist.
Da gibt es nicht viele Ecken um welche man denken muss. 😉

Die Symbole im folgenden Bild stehen im Einzelnen für:
– verlöschende Kerze = verlöschendes Leben, das Ende
– Schädel = Tod, Vergänglichkeit alles irdenen
– Bibel = Frömmigkeit, Gottesfürchtigkeit aber auch Wert und Dauerhaftigkeit des geschriebenen Wortes
– Schmetterling = auf einem Tuch sitzend (und es vielleicht anhebt) als Zeichen der Wiederauferstehung oder des Neubeginns.
Ich persönlich mag den Bildaufbau von links nach rechts. Also von Geburt (Licht) über das Leben in den Tod (Schatten) zum Neubeginn.

Es gibt hunderte verschiedene Symbole in der Vanitas Malerei.
Seifenblasen, Spielwürfel, Musikinstrumente, Früchte, Lebensmittel allgemein, Fliegen, Eidechsen und so weiter.
Ich persönlich finde das Thema mega interessant und die Umsetzung, bzw. meine Interpretation von Vanitas ist mittlerweile ein liebgewonnener Teil meiner Arbeit.

Falls es euch einmal in ein Museum, in eine Gallerie verschlägt oder ihr schon immer mal wissen wolltet ob der olle Kunstdruck über dem Sofa von Oma Schlawotzki etwas bedeutet…. versucht euer Glück.
Es macht auch mal Spaß den Sinn hinter einem Bild zu ergründen. 🙂