Anfang der 80er Jahre besuchte ich zum ersten Mal die Bretziner Heide.
Damals war ich Schüler der dritten oder vierten Klasse im nahegelegenen Örtchen Zahrensdorf und es war Wandertag.

Wanderziel war ein paar Kilometer entfernt liegendes Dreihäuserkaff namens Bretzin, welches sinnigerweise auch der Namensgeber der dortigen Heide ist.

Die Bretziner Heide.

Wenn man es genau nimmt ist ein Ausflug in die Heide gleich doppelt lohnenswert.
Auf der einen Seite haben wir da eine klassische Heidelandschaft mit der heidetypischen Flora wie Ginster, Birken, Eichen, Flechten, Moose und der seltenen Zwergstrauchheide.
Wir haben hier allerlei Getier welches keucht und fleucht wie Fuchs und Hase, die sich hier ebenso Gute Nacht sagen wie Zauneidechsen und Heidelerche.

Auf der anderen Seite befinden sich auf dem ca. 32 Hektar großen Gebiet 13 Hügelgräber aus der guten alten Bronzezeit als die Welt noch in Ordnung war.

Später, als die Welt nicht mehr in Ordnung war – zu DDR-Zeiten – war der Umgang mit der Heide ein wenig lax.
Auf unserer Wandertour damals war es zum Beispiel problemlos möglich auf der eingesackten Kuppe eines der Hügelgräber zu campieren und zu grillen.
Die einzige Sorge die unsere Lehrerin damals umtrieb war der Brandschutz und nicht der Naturschutz.

Völlig undenkbar heute.
Denn heute sieht man die Trittschäden die angerichtet wurden und ein betreten der Gräber ist nicht mehr ohne weiteres gestattet.

Dafür gibt es jetzt richtige Wege durch die Heide die man alleine erkunden kann oder -was viel besser ist- geführte Touren mit dem Nationalparkranger.

Vor mir liegt gerade der Veranstaltungskalender “Natur & Kultur erleben 2011″ für den Naturpark Mecklenburgisches Elbetal.
Deren Website ist Veranstaltungstechnisch (Stand: Feb. 2011) leider noch nicht auf dem aktuellen Stand aber so wie es aussieht wird es im August wieder geführte Touren durch die Heide geben – wenn die Heide blüht.

Außerdem gibt es am 15.05 eine Eselwanderung in die Bretziner Heide mit Picknick und Ranger.
Veranstalter sind die von mir und allen Kulturisten der Gegend hochgeschätzten Jungs & Mädels von Teich und Töne – Ausrichter des (noch) einzigen kulturell wertvollen (Bio)Weltmusikfestivals in Groß Bengerstorf. (ähm, für das Geschleime gibt es aber wieder ein Freibierchen @Calle! ;) )

Nee ernsthaft, über Teich und Töne werde ich hier noch oft genug schreiben denn wie es ausschaut wird es dieses Jahr  mehr als nur eine Veranstaltung geben und das sogar hier im trostlosen Boizenburg.

Aber ich schweife ab.
Zrück zur Bretziner Heide.

Ich war also in der letzte Woche dort auf Fototour und bin recht zufrieden.
Obwohl es witterungs- und winterbedingt recht karg und öde ausschaut ist die Landschaft dort auch zu dieser Jahreszeit extrem reizvoll.

Schaut es euch an – oder noch besser – fahrt mal selbst dorthin.

2 Kommentare zu „Die Bretziner Heide“

  • [...] Milchprodukte. Ob es wirklich so ist kann ich nicht bestätigen, denn auf meiner Tour durch die Bretziner Heide hatte ich nicht einmal ein Käsebrot dabei, wurde aber trotzdem von diesen herrlichen Tierchen [...]

  • [...] hatte ich es ja mal angedroht die Bretziner Heide zu einer Zeit zu besuchen wenn die Heide blüht, ein Vorgang welcher idealerweise im Sommer [...]

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